Maurice Ducret

Kurzbiografie

Ausgangsbasis seiner Kunst war die eruptive Auffassung einer ungegenständlichen Malerei, die seismografisch den inneren Befindlichkeiten nachspürt. Vor rund zehn Jahren hat Maurice Ducret seine malerische Weltanschauung und seinen handschriftlichen Gestus in den Dienst des Abbildhaften gestellt. Heute ist seine Kunst in einer Welt der Gegenständlichkeit verortet. Zeitlose Bildthemen, figürliche und landschaftliche Motive haben Eingang in seine Bildsprache gefunden. Maurice Ducret fotografiert Akte und Landschaften, Gewässer und Blumen als Referenzpunkte in einem Koordinatensystem, das aus den Erscheinungsbildern der Wirklichkeit schöpft.
Aufmerksam beobachtet er die Details der Natur. Sorgfältig sucht er seine Motive aus, bevor er sie mit dem Auge der Kamera fokussiert. Das Filmmaterial dient als Rohstoff und Erinnerungsfragment, aus dem sich in einem aufwändigen Prozess der künstlerischen Aneignung ein Bild herauskristallisiert. Maurice Ducret scannt und digitalisiert die analog entwickelten Negative, vergrößert und verkleinert, sichtet, verwirft und wählt Ausschnitte. Aus der Anatomie des Gesehenen destilliert er jene Elemente, die er weiterverarbeitet und auf bemaltes oder ausgewaschenes Papier in mehreren Druckvorgängen aufbringt. Die Papiere erscheinen wie durchlässige Membranen, in denen sich die malerischen Setzungen und biomorphen Figurationen nach den Gesetzen einer sinnlichen Osmose gegenseitig durchdringen. Homogene Bildeinheiten entstehen, in denen sich die Chronologie der Arbeitsgänge verliert, um sich zugleich in den Sedimentationen aus durchlichteten Farblasuren und gegenständlichen Formzitaten sichtbar zu konservieren.
Maurice Ducrets Bildzyklen sind allesamt Resultate eines unprätentiösen lyrischen Versuchs, sich die Choreografie unserer natürlichen Lebensräume zu vergegenwärtigen. Sie entspringen der Verinnerlichung von Naturerscheinungen und dem sinnlichen Erleben von Wirklichkeit. Sie konzentriert die Eindrücke der Gegenwart und überträgt sie in eine reduzierte poetische Bildsprache, die das Staunen über die erhabene Ästhetik der Natur und die Intimität privater Erinnerungsmomente bewahrt.
Stefanie Dathe, Mai 2008

 

 

1953 Geboren in der Schweiz
1973 Matura
1974-78 Schule für Gestaltung, Luzern; CH
1975 Bath Academy of Art, GB
1982-83 Jan van Eyck Academie, Maastricht, NL
1984 Cite Internationale des Arts, Paris, F

Stipendien / Scholarships:
1978 Schweizerisches Kunststipendium, CH
Kiefer-Hablitzel Stipendium, CH
1980/84 Kuratorium des Kantons Aargau, CH
1981-82 Holländisches Austauschstipendium, NL

Einzelausstellungen(Auswahl) / Solo exhibitions (selected):
1985 Galerie Ferdinand Maier, Kitzbühel, A
1986 Galerie Trudelhaus; Baden, CH
Galerie Schloß, Mochenthal, D
1987 Galerie Marie Louise Wirth, Zürich,CH
Galerie Fabian Walter, Basel, CH
1988 MAZ, Luzern, CH
Galerie J. P. Schön, Bad Säckingen, D
1989 Twining Galerie, New York; USA
Galerie Ryser/Naef,Hüttwilen, CH
Galerie Marie Louise Wirth, Zürich, CH
1990 Galerie Fabian Walter; Basel, CH
Galerie Marie Louise Wirth, Zürich, CH
Galerie Trudelhaus, Baden, CH
1991 Twining Gallery, New York, USA
Galerie Carinthia, Wien, A
1992 Galerie Marie Louise Wirth, Zürich, CH
Galerie de Luxembourg, L
Von Reding Haus, Schwyz, CH
Galerie Ryser/Naef, Hüttwilen, CH
1993 Galerie Fabian Walter, Basel, CH
Galerie im Schützenhaus, Zofingen, CH
1994 Galerie Sala Pelaires, Palma de Mallorca, E
1995 Galerie Marie-Louise Wirth, Zürich, CH
Galerie Scheffel, Bad Homburg, D
Galerie Fabian Walter, Basel, CH
1996 Rathaus Aarau,CH
Galerie Elisabeth Staffelbach, Lenzburg,CH
Galerie Ryser/Naef, Hüttwilen,CH
1997 Galerie Carla Renggli,Zug,CH
1998 Galerie Elisabeth Staffelbach, Lenzburg,CH
Galerie Ryser/Naef, Hüttwilen,CH
Galerie Fabian Walter, Basel,CH
Lonsdale Gallery, Toronto, CD
1999 Galerie Marie-Louise Wirth, Zürich,CH
Galerie Scheffel, Bad Homburg,D
2000 Perimeter Gallery, Chicago,USA
2001 Lonsdale Gallery, Toronto,CD
Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau, CH
Galerie Ryser/Naef, Hüttwilen,CH
2002 Galerie Fabian Walter, Basel,CH
Galerie Carla Renggli,Zug,CH
2005 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2007 Galerie Carla Renggli, Zug,CH
2007/08 “Au Premier”, Zürich,CH
2010 Galerie Elisabeth Staffelbach, Zürich,CH
2011 Galerie Carla Renggli, Zug,CH
2012 Zimmermannhaus Brugg,CH Meer und Mehr
2013 Galerie Elisabeth Staffelbach, 8001 Zürich
2014 Galerie Carla Renggli, Zug,CH
 
Gruppenausstellungen (Auswahl) / Group exhibitions (selected) :
1981 Kiefer-Hablitzel;
Kunstmuseum Winterthur; CH
1985 Galerie Trudelhaus, Baden, CH
1986 Galerie A6; Olten, CH
1987 Galerie Hilbur, Karlsruhe, D
Sammlung Silvio Baviera,
Kunstverein Olten; CH
1988 Collectors circle, Arkansas Museum of Art, USA
Twining Gallery; New York;
(3 painters: works on paper); USA
Toledo Museum, Toledo; USA
Galerie W; Wangen a. A., CH
1989 Galerie in Lenzburg; Lenzburg, CH
Höhe x Breite x Farbe, Aargauer Kunsthaus, Aarau,CH
GalerieRyser/Naef, Hüttwilen, CH
Butters Gallery, Portland, USA
Arkansas Museum of Art; Arkansas, USA
1990 Galerie Trudelhaus, Baden, CH
Galerie Marie-Louise Wirth, Zürich, CH
Christine Debras Yves Bical, Bruxelles, B
1991 Galerie Andreas Weiss, Berlin, D
Twining Gallery, New York, USA
1992 Galerie Bob van Orsouw; Zürich, CH
Galerie Fabian Walter, Basel, CH
Galerie in Lenzburg, Lenzburg, CH
1993 Galerie Hilbur, Karlsruhe; D
Schichtwechsel, Sevelen, FL
Galerie W, Wangen a. A., CH
Galerie S. Baviera, Zürich, CH
1994 Galerie Fabian Walter, Basel, CH
Salama-Caro Gallery, London, GB
Galerie im Riegelhaus; Huettwilen, CH
Galerie de Luxembourg, L
1995 Galerie Edition, Winterthur, CH
Galerie Scheffel, Bad Homburg, D
1998 Swiss Contemporary Art Exhibition, Seoul, Korea
1999 Galerie Carla Renggli , Zug, CH
2000 Galerie in Hüttwilwen, CH
2001 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2002 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2004 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2005 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2006 Galerie Elisabeth Staffelbach, Aarau,CH
2006 Galerie Carla Renggli “Gefässe“, Zug,CH
2008 „In voller Blüte“, Museum Villa Rot, Burgrieden-Rot,D
2008 Galerie Carla Renggli “Weiss”, Zug,CH
2009/10 Galerie Elisabeth Staffelbach, Zürich,CH
2011 Art Projekt Elisabeth Staffelbach Schiffbau Zürich,CH
Zimmermannhaus Brugg,CH °Wald“
2012 Schwyzweit, Schwyz,CH
artune, Frick,CH
2014 Museum Bruder Klaus, Sachseln,CH


Kataloge / Catalogues:
1986 "Bilder von 1984 - 1986"
Galerie Ferdinand Maier; Kitzbühel
Galerie Schrade; Schloss Mochenthal
1987 "Bilder"
Galerie Marie Louise Wirth, Hochfelden
1989 "ABC"
Twining Gallery; New York
Galerie Marie Louise Wirth, Zürich
1989 "Höhe x Breite x Farben
Aargauer Kunsthaus, Aarau
1992 "Maurice Ducret"
Galerie Marie Louise Wirth, Zürich
Galerie de Luxembourg,
"COLOR"
Galerie Fabian Walter, Basel
1998 „IMAGO“
Galerie Fabian Walter,Basel
2008 „In voller Blüte“, Museum Villa Rot

Öffentliche Sammlungen / Public Collections:
Kunstmuseum Aarau, CH
British Museum, London, GB
Arkansas Museum of Art, Arkansas, USA
Toledo Museum of Art, Toledo, USA 1993
Kunstsammlung des Kantons Schwyz