Erich Fuchs

Biografie

1916 in Stuttgart geboren. Nach Goldschmiedelehre Besuch der Kunstgewerbeschule in Stuttgart
193/45 Arbeitsdienst, Wehrdienst, Kriegsdienst
1945 Beginn der künstlerischen Arbeit in Stuttgart
1946/47 Studium an der Akademie in Stuttgart bei Prof. Willi Baumeister, Meisterschüler
1949/58 Lehrauftrag an der Akademie in Stuttgart
1961 Längerer Aufenthalt in Paris
Bis zu seinem Tode 1990 lebte und arbeitete der Künstler Erich Fuchs in Stuttgart.

Erich Fuchs, 1916 in Stuttgart geboren, absolvierte zunächst eine Lehre als Goldschmied. Dann folgte eine Ausbildung an der Stuttgarter Kunstschule. Nach dem Krieg wurde Fuchs Meisterschüler von Willi Baumeister. Bereits 1949 stellt er in München mit der legendären Gruppe "Zen 49" aus und erhält einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Akademie. Sein Werk ist abstrakt, mit nur zarten Anklängen an Gegenständliches. Es lässt sich in drei Hauptgruppen einteilen:

Bis etwa 1951 entstehen vorwiegend geometrisch-konstruktive Bilder. Dann folgen lineare Kompositionen aus sehr organischen Formen. Die Formate werden groß, die Farben leuchten, die Formen bewegen sich. Assoziationen zu Figuren und Gegenständen tauchen auf. In dieser wichtigen Phase seines Schaffens bildet immer eine große, bewegte Form den Mittelpunkt der Kompositionen. Kleine, amöbenhafte Formen bewegen sich als "Gestalt bildende Kräfte" um diesen Bildschwerpunkt herum und erzeugen Rhythmus. "Es herrscht eine heitere Ausgelassenheit, diese Wesen scheinen innerlich erfreut zu sein", so charakterisiert Uwe Degreif treffend die Bilder dieser abstrakt-organischen Bilder, deren Aussage ganz auf der Autonomie von Farbe und Form beruht.
Die dritte wichtige Werkphase von Erich Fuchs ist gestisch. Ab etwa 1955 lösen sich die klaren Linien und Formen in impulsiven Gesten. Die Farben werden dunkler. Jetzt übernimmt das Schwarz und das Weiß die führende Rolle im Bild, das die direkten Bezüge zur menschlichen Gestalt und zum Gegenstand ganz aufgibt. Anklänge an die östliche Tuschmalerei und eine minimalistische Farbauffassung bestimmen bis zum Tod von Erich Fuchs im Jahr 1990 seine Arbeiten. Eine Hommage an den Existenzialismus.