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Walter Stöhrer - 9. Juni bis 6. Oktober 2013 - 1. Obergeschoss

Wir präsentieren: Walter Stöhrer - Malerei. Die Ausstellung wird am Sonntag, 9. Juni, 11 Uhr in der Nikolauskapelle eröffnet. Es spricht: Dorothee Baer-Bogenschütz

Newsletter Walter Stöhrer, 2013

Blick in die Ausstellung

 

2013 Walter Stöhrer - Malerei „Ich bin kein abstrakter, ich bin ein figurativer Maler. Ich komme aus dem Skripturalen, habe das Informelle gestreift und dann als Teilaspekt eingebracht. Wenn es auch keine ganzen Figuren sind, so sind es doch Figurenalphabete, Sprachalphabete. Busen, Beine, Oberschenkel, das versuche ich zusammenzusetzen, nach dem Prinzip der Bellmer’schen Puppe.“ 

So äußerte sich der 1937 in Stuttgart geborene und im Jahr 2000 verstorbene KünstlerWalter Stöhrer der zeitlebends als Einzelgänger galt, über sich und seine Bilder. Zu vielgestaltig ist sein Werk, um es einer speziellen Kunstrichtung zuzuordnen. Seine Arbeiten begann er häufig mit dem Auftragen von Texten auf die Leinwand, welche er wiederum mit Pinsel und Händen, mit abstrakt-expressionistischen Figuren und figürlichen Elementen in seinen Grundfarben Gelb und Rot, Orange und Blau, Schwarz und Weiß, übermalte. Er besaß eine unverwechselbare Handschrift und ein eigenes, wenig variantenreiches formales Repertoire und doch sind seine Werke aufgeladen mit Bewegung, mit exzessiven Farbbahnen und ungestümer Lebendigkeit. Viele Werke entstanden in Zyklen während Malprozessen zu einem literarischen Werk, das ihn in dieser Zeit besonders beschäftigte. Jedoch war nicht die Visualisierung des Textes das Ziel - das Zitat sollte als Anregung für die Ausdruckswelt des Künstlers dienen.

In der Galerie Schrade Schloß Mochental zeigen wir großformatige, gewaltige Malereien von Walter Stöhrer, dessen Bilder seit 1976 in der Galerie Schrade, damals noch in Kißlegg, kontinuierlich gezeigt werden. 1986 war er Preisträger des Franz-Joseph-Spiegler-Preises, der von der Galerie Schrade Schloß Mochental vergeben wird.