Schloß Mochental, Ausstellungen, Einzelansicht
Dienstag, 22. Mai 2012
09.09.09 12:30
Willi Siber und Freunde - 18. Oktober bis 20. Dezember 2009
Aus Anlass des 60.Geburtstages von Willi Siber präsentieren wir: "Siber und Freunde". Eröffnung: Sonntag, 18. Oktober 2009, 11.00 Uhr. Im Rahmen eines Festaktes in der Nikolauskapelle spricht Regierungspräsident Herr Hermann Strampfer.Auf zwei Etagen präsentieren wir Willi Siber und seine Kollegen: Michael Burges, Peter Casagrande, Christofer Kochs, Camille Leberer, Jupp Linnsen, Albert Merz, Eric Oldenhof, Jürgen Palmtag, Heinrich Salzmann, Hanns Schimansky.
2009 ist „DAS“ Jahr des Bildhauers Willi Siber. Allerorten rühmt und feiert man den bekannten gebürtigenOberschwaben, dem vor allem Holz das unverwechselbare Erprobungsfeld ist, mit dessen nachfühlbaren
materialimmanenten technischen Eigenschaften und Ausdrucksmöglichkeiten er sich längst deutschlandweit und
international einen ruhmreichen Namen gemacht hat.
Signifikant für sein Schaffen war, ist und bleibt schlicht das Interesse am Material: Holz zu zersägen und zu
zersplittern, zu bohren und zu spalten, um es dann mit Harzen, Lacken und anderen Kunststoffen zu neuen, auf
die Form konzentrierten und illusionistischen Objekten zusammenzufügen.
Seinen 60. Geburtstag feiert der Künstler mit zehn ausgesuchten Freunden in einer Gruppenausstellung, zu deren
Eröffnung wir Sie ganz herzlich auf Schloß Mochental einladen möchten. Seine spezielle Wahl der
Ausstellungspartner hat er, der Vielgereiste und in der Kunstszene großräumig und extrem gut Vernetzte,
getroffen, weil er in seinen Freunden nicht nur Kollegen sieht, sondern vielmehr oftmals gelungene Partner für
Schnittstellen: bei gemeinschaftlichen Projekten, interessanten Gegenüberstellungen.
„Die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der sinnlichen Wahrnehmung, das heißt mit dem Erleben von Form,
Materie und Raum, sind Kernpunkte der Kunst von Willi Siber. Die Oberflächen der Kunstwerke sind mehr als die
sie prägende grafische Struktur. Sie besitzen eine hautähnliche, stachelige oder ›skelettierte‹ Substanz. Siber liebt
das Wechselspiel: von Zeichen und Sein, von geometrischen und organoider Formen, von totem Objekt und
Wesenhaftem, von Künstlichkeit und naturhaften Eigenschaften, von Oberfläche und Plastizität, von Massivität und
Zartheit, von Schwere und Leichtigkeit, von Dichte und Auflösung, von Ordnung und Dynamik, von Licht und
Schatten, von Einheit und Verbindung und von Distanz und Nähe.“ (Franz Xaver Schlegel)
Willi Siber ist nicht nur einer der bekanntesten Künstler in Oberschwaben. Aufgrund zahlreicher deutschlandweiter
und internationaler Einzel- und Gruppenausstellungen sowie regelmäßiger Messebeteiligungen hat er eine hohe
Präsenz in der Kunstszene. Zudem macht ihn die Tatsache, in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen
vertreten zu sein, zu einem der wichtigsten deutschen Holzbildhauer der Gegenwart.
Lassen Sie sich überraschen, welches Wechselspiel und welche Gemeinsamkeiten der Kunstobjekte in der
Ausstellung „Willi Siber und Freunde“ Schloß Mochental in seiner großzügigen Ausstellungsfläche über zwei
Stockwerke für Sie bereithält.
Willi Siber zu seinen Werken:
„Ich übernehme die an sich ausgewogenen Grundform des Eies, besetzte sie aber mit splissigem Holz, so dass
ihre ursprünglich totale Stimmigkeit durchkreuzt und in eine andere Ebene überführt wird.“
„Ich bin überzeugt von der Assoziations- und Suggestivkraft einer reduzierten Formensprache. Zunächst einmal
sind meine Arbeiten äußerst wandelbar. Das heißt: Bedingt durch unterschiedliche Licht- und Schattenwirkungen
und die sich wandelnden Betrachterstandorte (...) weisen die Kunstwerke im Ausdruck eine Bandbreite auf, die von
ruhig und meditativ bis zu expressiv und energetisch aufgeladen reicht.“
„Der Prozess des Machens ist bei mir der entscheidende.
So ergeben sich, während ich im Werkprozess stecke, immer wieder neue Wege,
denen ich nachgehe oder die ich nicht weiter verfolge.“
KURZBIOGRAFIE
1949 in Eberhardzell geboren 1970-74 Universität Stuttgart, Studium der Kunstwissenschaften – Staatsexamen
1970-76 Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Fachklasse Bildhauerei bei Prof. Baumann –
Staatsexamen 1979 Atelierbezug in Reutlingen und Dietenwengen 1999 Werkplatz für Großskulptur in
Gudo/Tessin Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg Mitglied im Deutschen Künstlerbund, Mitglied bei
XYLON Internationale Vereinigung der Holzschneider.
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