Schloß Mochental, Ausstellungen, Einzelansicht
Dienstag, 22. Mai 2012
09.07.09 15:06

HAP Grieshaber, CW Loth - 19. Juli bis 13. September 2009

HAP Grieshaber. Holzschnitte Zum 100. Geburtstag CW Loth - Skulpturen Eröffnung: Sonntag, 19. Juli, 11.00 Uhr, mit kleinem Empfang und musikalischer Darbietung.

Nach der großen und erfolgreichen HAP Grieshaber- Ausstellung zum 100. Geburtstag auf Schloß Mochental führen wir diese nun in der Karlsruher Galerie am Zirkel fort. Dies ist eine Gelegenheit für alle Kunstfreunde, die nicht die Zeit gefunden haben, die herausragende Ausstellung im Schloß Mochental zu besichtigen. Parallel zur Karlsruher Präsentation zeigen wir Werke des in Freiburg lebenden Bildhauers CW Loth, dessen bevorzugtes Material Holz ist.

HAP Grieshaber – Helmut Andreas Paul Grieshaber (1909-1981) - gilt zu Recht als ein Meister des Holzschnitts. Der Gebürtige Oberschwabe ist auch noch nach seinem Tod der bekannteste Holzschneider Deutschlands und zählt überhaupt zu den wichtigsten Holzschneidern in der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Im Rahmen einer Ausstellungsreihe zum 100. Geburtstag von HAP Grieshaber öffnet auch die Galerie Schrade mit Holzschnitten aus fünf Jahrzehnten einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des großen Künstlers. In einem spannungsreichen Bogen zeigen wir vom Frühwerk bis zu den späten Arbeiten die Entwicklung HAP Grieshabers: von seiner Anknüpfung an die Einblattholzschnitte des Spätmittelalters bis hin zu einer völlig eigenen vielfarbigen Holzschnitt-Technik, welche die Polyphonie farbiger Malerei erreicht.

So sehen Sie Grieshabers frühe Arbeiten voller kräftiger Linien und Flächen, die sich nicht vor dem Groben scheuen, um eindringliche Zeichen zu schaffen. Wir belegen mit Großformaten den Weg von der Marquette zur Ausführung, zeigen unter vielem anderem auch Handdrucke der 40er und 50er und mit diesen die Aufwertung des Holzschnitts von der dienenden Vervielfältigungstechnik bis hin zum individuellen Werk. Präsentiert werden Blätter aus umfangreichen Zyklen wie „Der Feuervogel“, „Osteritt“, „Carmina Burana“, „Totentanz“ und vieles mehr.

Kurzbiographie - HAP Grieshaber

1909
am 15. Februar in Rot an der Rot geboren
1915–26 Schulzeit in Nagold, später in Reutlingen
1926-28 Schriftsetzerlehre in Reutlingen, Kunstgewerbeschule Stuttgart (Ernst Schneidler)
1931-33 Studien in London, Paris. Reisen: Ägypten, Nordafrika, Griechenland. Atelier in Vaters Garten an der Achalm
1933-40 Mal- und Ausstellungsverbot
1940-46 Kriegsdienst in Frankreich, Gefangenschaft in Belgien
1947 Rückkehr auf die Achalm
1951-53 Lehrer an der Bernsteinschule bei Sulz
1954 Gesamtausstellung Kestner-Gesellschaft Hannover
1955-60 Nachfolger Erich Heckels a.d. Kunstakademie Karlsruhe (Schüler: Horst Antes, Hans Martin Erhardt, Fritz Genkinger, Dieter Krieg, Josua Reichert, Heinz Schanz u.a.)
1956 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin + des Deutschen Kunstrates 1957 Oberschwäbischer Kunstpreis mit der Gesamtausstellung in der „Fähre“
1961 Kunstpreis der Stadt Darmstadt
1962 Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf
1963 „Osterritt“ von der Achalm zum Kloster Sießen bei Saulgau
1964 Holzschnittfolge „Osterritt“ erstmals in Saulgau
1964/81 „Engel der Geschichte“ 1966 „Totentanz von Basel“
1968 „Totentanz“ – „Kreuzwege“ Entwürfe und Drucke in der Fähre, Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes
1971 Erster Dürer-Preisträger der Stadt Nürnberg
1972 Ehrensenator der Universität Tübingen
1976 Stiftung des Jerg-Ratgeb-Preises
1978 Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig.
1980 Konstanzer Kunstpreis
1981 stirbt Grieshaber am 12. Mai auf der Achalm.

CW Loth - Holz ist der primäre Werkstoff des zeitgenössischen Künstlers CW Loth. Sein künstlerisches Prinzip konzentriert sich auf den ‚Raum im Holz’, wie er es selbst nennt. „Es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen, die Form eines kompakten Blocks aufzulösen und in den ihn umgebenden Raum hinein zu erweitern. Indem CW Loth das Innere nach Außen klappt ... schiebt... und dreht, erreicht er diese Wirkung. Dabei sind die Skulpturen nicht auf die tatsächliche Veränderung durch den Betrachter angelegt. Sie vermitteln die Idee der Bewegung, ohne sie jedoch durchführen zu müssen“, erklärt Christoph Schneider.
Und weiter über CW Loths faszinierende Technik: „Ausgreifende Balkenformen, filigrane Verstrebungen oder schwere Kuben verbunden durch Achsen, Drehgelenke und Schiebeelemente werden nach einem komplexen System direkt mit der Kettensäge aus dem Holz herausgearbeitet. Weder werden dabei Teile eingefügt noch auseinander gesägt und anschließend wieder verleimt oder verzapft.“

Kurzbiographie - CW Loth

1954 geboren in Feudingen, Westfalen
1979-83 Studium Bildhauerei FH Ottersberg
1994 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1996 Freiburg Stipendium Götz + Moriz
1998 Preisträger - Kunstwettbewerb Diözese Rottenburg-Stuttgart seit
1989 Atelier im Projekt E-Werk, lebt und arbeitet in Freiburg seit
1985 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. CW Loths Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
© galerie-schrade.de 09.07.09

Dateien:
HAP_Grieshaber_CW_Loth_Zirkel_mit_Abbildungen.pdf

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

HAP Grieshaber, Holbein - Legende, 1977, Farbholzschnitt, 55 x 79 cm, WV 77/7

HAP Grieshaber, Sturmflut, 1953, Farbholzschnitt, 63 x 60 cm, WV 53/9

HAP Grieshaber, Truthahn, 1957, Farbholzschnitt, 82,5 x 60 cm, WV 57/23

HAP Grieshaber, Huldigung (Standesamt), 1953, Farbholzschnitt, 63 x 60 cm, WV 53/9

HAP Grieshaber, Sommer, 1950, Farbholzschnitt, 62 x 57 cm, 20.Exemplare nummeriert und signirt, WV Fürst 50/8

CW Loth, Titelbild der Einladungkarte: Casa I, Eiche, 2008,55 x 23 21 cm

CW Loth, Batiment VII, Eiche, 2007, 37 x 42 x 18 cm

CW Loth, Würfelin, Eiche, 2008, 60 x 34 x 28 cm

CW Loth, Würfelko, Seguoia, 2008, 60 x 36 x 36 cm

CW Loth, Turm 2 , Kirsche, 2008, 57 x 21 x 17 cm

CW Loth, Corpus V, Seguoia, 2008, 98 x 62 x 44 cm

CW Loth, Corpus Tri , Kirsche, 2008, 42 x 40 x 25 cm

CW Loth, o.T. , Seguoia, 2009, 21 x 15 x 4,5 cm


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