Schloß Mochental, Ausstellungen, Einzelansicht
Freitag, 10. Februar 2012
15.03.09 12:30
HAP Grieshaber - 11. April bis 14. Juni 2009
Anläßlich des 100. Geburtstags von HAP Grieshaber geben wir im Prälaten-Flügel einen umfassenden Einblick in sein facettenreiches Werk. Eröffnung: Samstag, 11. April 2009, 16.00 Uhr. Es spricht: Bruno Effinger.
HAP Grieshaber – Helmut Andreas Paul Grieshaber (1909-1981) – gilt zu Recht als ein Meister des Holzschnitts. Der gebürtige Oberschwabe ist auch noch nach seinem Tod der bekannteste Holzschneider Deutschlands und zählt überhaupt zu den wichtigsten Holzschneidern in der Kunst des 20. Jahrhunderts.Mit Holzschnitten aus fünf Jahrzehnten geben wir einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des großen Künstlers. Zu verfolgen ist in einem spannungsreichen Bogen vom Frühwerk bis zu den späten Arbeiten die Entwicklung HAP Grieshabers: Von seiner Anknüpfung an die Einblattholzschnitte des Spätmittelalters bis hin zu einer völlig eigenen vielfarbigen Holzschnitt-Technik, welche die Polyphonie farbiger Malerei erreicht.
So sehen Sie Grieshabers frühe Arbeiten voller kräftiger Linien und Flächen, die sich nicht vor dem Groben scheuen, um eindringliche Zeichen zu schaffen. Wir belegen mit Großformaten den Weg von der Marquette zur Ausführung. Zeigen unter vielem anderem auch Handdrucke der 40er und 50er und mit diesen die Aufwertung des Holzschnitts von der dienenden Vervielfältigungstechnik bis hin zum individuellen Werk. Präsentiert werden Blätter aus umfangreichen Zyklen wie „Der Feuervogel“, „Osterritt“, „Carmina Burana“, „Totentanz“ und vieles mehr.
Kurzbiografie HAP Grieshaber:
1909 am 15. Februar in Rot an der Rot geboren 1915–26 Schulzeit in Nagold, später in Reutlingen 1926-28 Schriftsetzerlehre in Reutlingen, Kunstgewerbeschule Stuttgart (Ernst Schneidler) 1931-33 Studien in London, Paris. Reisen: Ägypten, Nordafrika, Griechenland. Atelier in Vaters Garten an der Achalm 1933-40 Mal- und Ausstellungsverbot 1940-46 Kriegsdienst in Frankreich, Gefangenschaft in Belgien 1947 Rückkehr auf die Achalm 1951-53 Lehrer an der Bernsteinschule bei Sulz 1954 Gesamtausstellung Kestner-Gesellschaft Hannover 1955-60 Nachfolger Erich Heckels a.d. Kunstakademie Karlsruhe (Schüler: Horst Antes, Hans Martin Erhardt, Fritz Genkinger, Dieter Krieg, Josua Reichert, Heinz Schanz u.a.) 1956 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin und des Deutschen Kunstrates 1957 Oberschwäbischer Kunstpreis mit der Gesamtausstellung in der „Fähre“ 1961 Kunstpreis der Stadt Darmstadt 1962 Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf 1963 „Osterritt“ von der Achalm zum Kloster Sießen bei Saulgau 1964 Holzschnittfolge „Osterritt“ erstmals in Saulgau 1964/81 „Engel der Geschichte“ 1966 „Totentanz von Basel“ 1968 „Totentanz“ – „Kreuzwege“ Entwürfe und Drucke in der Fähre, Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1971 Erster Dürer-Preisträger der Stadt Nürnberg 1972 Ehrensenator der Universität Tübingen 1976 Stiftung des Jerg-Ratgeb-Preises 1978 Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 1980 Konstanzer Kunstpreis 1981 stirbt Grieshaber am 12. Mai auf der Achalm.
© galerie-schrade.de 15.03.09
- Dateien:
