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Wolfgang Isle, Uli Pohl - 18. September bis 24. Oktober 2009

Wolfgang Isle - Malerei, Uli Pohl - Skulpturen, Eröffnung: Freitag, 18. September, 18.00 - 22.00 Uhr, im Rahmen des Karlsruher Galerienrundgangs. Zwei fabelhafte Gegensätze: Wolfgang Isle und Uli Pohl. Hier dynamisch gestische Figuration - auf Leinwand gebannt. Dort die Strenge der konkreten Plastik - aus Plexiglas. Am Freitag, dem 18. September, eröffnen wir unsere Ausstellung im Rahmen des Karlsruher Galerienrundgangs von 18.00 – 22.00 Uhr und zeigen die Malerei und Objektkunst der beiden spannenden Künstler in der Galerie am Zirkel.

Die aktuelle Ausstellung steht im Zeichen des Kontrastes. Der Wahrnehmung und Wirkungsästhetik. Frontal und unmittelbar spricht die Malerei von Wolfgang Isle (1945-1996) den Betrachter an. Nicht zuletzt, weil seine obsessiv anmutenden Aktionsfelder individuelle wie gesellschaftliche Ängste bloßlegen. Bildaufbau und Malweise kennzeichnet eine „reflektierte Expressivität“. Die Artefakte sind Schicht um Schicht erarbeitet, verbinden expressiven Gestus mit Zeichnung, die Isle als das Medium von höchster Genauigkeit versteht.

Drei große Themenkreise haben ihn beschäftigt: Porträts, Geschlechterkampf und Massenauftritte. Künstlerische Bezugspunkte des Malers hat man oft in der Berliner Kunst der 70er Jahre gesehen, zu deren Entwicklung er einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat. Formen der Gegenständlichkeit und Figuration erschienen damals als rebellisch, als engagierte Alternativen zur Weltsprache des Informel, aber auch zur PopArt und Konzeptkunst.

Heute ist Wolfgang Isle nicht zuletzt wegen seiner unmittelbaren Kunst aktuell wie nie. Es ist eine Malerei, die betroffen macht. Unter die Haut geht. Im Kopf bleibt.

Auch die Arbeiten des gebürtigen Münchners Uli Pohl (*1935) setzen Zeichen. Diese sind seit dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München der Konkreten Kunst zuzuordnen. Pohl gehörte den internationalen Gruppen ZERO und NOUVELLE TENDANCE an – ein deutliches Zeichen und Position gegen den damals vorherrschenden Stil des Tachismus und Informel.

1958 beginnt Uli Pohl transparente Objekte zu entwickeln. Es ist der kompakte Glasblock, aus dem er seine Skulpturen herausarbeitet. Hierin ist er Vorreiter. Die Idee dahinter: Grenzen sprengen, überschreiten. Die totale Integration der Skulptur im Raum.

Blick in die Ausstellung