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Raymond E. Waydelich - 17. Juni bis 2. Juli 2011

In der Ausstellung "Mobilität - Bon voyage" von Raymond E. Waydelich präsentieren wir Ihnen Radierungen, Prägedrucke und Objekte.

Anlässlich des Stadtgeburtstags haben wir für Sie Sonderöffnungszeiten: Fr. bis So., 17. - 19. Juni, von 11 bis 21 Uhr. Der Künstler ist anwesend.

Anlässlich des Karlsruher Stadtgeburtstags mit dem Motto „Karlsruhe nimmt Fahrt auf“ präsentieren wir Arbeiten des bekannten Elsässer Künstlers Raymond E. Waydelich unter dem Ausstellungstitel „Mobilität – Bon voyage“. Wir freuen uns, Ihnen ein Potpourrie seines „bewegten und bewegenden“ Schaffens zu präsentieren. Raymond Emil Waydelich, 1938 in Straßburg-Neudorf geboren, gilt zu Recht als abenteuerlicher Sammler, Erzähler, bildnerischer Poet, Magier und Schauspieler, Karikaturist und selbsternannter „Archäologe der Zukunft“. In diesem Sinne versteht er sich als Reporter des Zeitgeschehens. Der Allrounder ist bekannt für seinen skurrilen Bildwitz. Seinen künstlerischen Schwerpunkt stellen plastische Kompositionen aus Fundstücken dar, also Assemblagen, aber auch Collagen und Grafiken. Ganz gleich ob Tierwelt oder Alltagsgegenstand – mit seinen Arbeiten setzt Waydelich dem Gesehenen und „Bewegten“ ein Denkmal, denn alles erkennt er als symptomatisch für die Zeit, in der wir leben. Und so beherrschen Waydelichs Krokodile und Wildschweine, Hunden und Katzen seine Bildwelt. Misch- und Fabelwesen mit durchaus menschlichen Zügen oder zumindest menschlichem Aktionsraum, beleben seine narrativen Szenen. Das, was wir sehen, scheint technisch eine im besten Wortsinn „fantastische“ Mixtur aus urzeitlichen Malereien. Waydelichs Kunst gemahnt an die tief schwarzen Schattentheater von Scherenschnitten und nicht zuletzt durch die Einarbeitung von Text im Bild an die Bildsprache von Comicstrips. Kennzeichen seines malerischen und grafischen Werks sind sowohl Arbeiten, ausgeführt in Mischtechnik auf alten Dokumenten sowie seine bekannten „Aqua-Gravuren“: Von dicken Metallplatten gedrucktes, handgeschöpftes Bütten, das der Künstler anschließend noch koloriert und vergoldet, wobei er nicht vergisst, oftmals in das feuchte Papier Wortfetzen einzuarbeiten. „Help“ trötet daher ein schwerer Dickhäuter auf großer Kahnfahrt und „Oh mein Gott“ bellt ein Hund vom Dach eines tollen Gefährts, voll bepackt mit Krempel und Kram auf seiner nächtliche Route nach Namibia…

Blick in die Ausstellung