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Max Kaminski - 11. April bis 19. Juni 2010

Max Kaminski – Arbeiten von 1990 bis 2004 Eröffnung: Sonntag, 11. April 2010, 11.30 Uhr. Es spricht: Dr. Peter Joch, Direktor Kunsthalle Darmstadt

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Blick in die Ausstellung

 

Weitere Informationen haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

"Ein Maler malt und redet nicht". Schon gar nicht dogmatisch über das Wie und Warum seiner Kunst. Davon ist Max Kaminski überzeugt. Kaminski, jener Maler von Weltrang, der 1938 in Königsberg (Ostpreußen) geboren wurde und als Kind den Horror des 2. Weltkriegs durchlebte. Der an der Hochschule der Künste Berlin Malerei studierte. Mit zweijähriger Unterbrechung, um mit seinem nicht minder berühmten Freund, Gerd van Dülmen, "völlig naiv und voller Abenteuerlust" Mittel- und Südamerika zu durchreisen. Eine Reise, die Kaminskis Kunst bis heute nachhaltig prägte, genau wie der Krieg. Wir zeigen Ihnen in unserer aktuellen Ausstellung in der Karlsruher Galerie einen expressiv "ungeheuerlichen Kaminski". In einem sehr facettenreichen und spannungsgeladenen Bogen. Farblich, technisch und inhaltlich. Und bieten Ihnen einen Einblick ein fantasmagorisches, licht- und energiegeladenes Universum des großen Künstlers.
Unsere Präsentation konzentriert sich auf die infernalen Sujets der brennenden, verkohlten Welt und Menschen in Trümmern. Insbesondere der Karlsruher Zeit von Max Kaminski, den Jahren von 1990 bis 2004. In diesen Apokalypsen und diabolischen Auftritten, den Szenen der männermordenden Monstren und verstümmelten Kriegsopfer, verschafft sich das Unwirklich-Grausame und Grell-Überblendete in einem nahezu Beckmann' schen Vokabular Ausdruck.

Dr. Melanie Klier, äußert sich im Katalog zur Ausstellung: „Auf Kaminskis expressiven Ölgemälden zerbirst die Welt. Es regieren Apokalypsen und Dramen in einer eindrucksvoll dem Gegenständlichen verschriebenen Malerei. Es rebellieren nahezu expressionistische Formzersplitterung und Pinselstrichwirbelung gegen die damalige Weltsprache des Informel und der Abstraktion. Der Bildbetrachter durchlebt ein vom freien Gestus durchpulstes, figuratives Delirium und monströses Welttheater, über dem in halluzinativen Farbkontrasten das Unheimliche wabert.“

Max Kaminski, war ab 1979 Professor an der Karlsruher Akademie. Er spricht von einer "fabelhaften Ära, hervorragender Stimmung und außerordentlicher Lehrgemeinschaft mit Markus Lüpertz, Georg Baselitz und Harry Kögler". "Wenn man malen kann", sagt Kaminski, „kann man alles malen". Auch den "Tod und das Unbegreifliche als eigenartige menschliche Daseinsbehauptung".